Vernetzungstag und Symposium

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Freiheit und Prekarität

Die Prekarisierung von Arbeit und Leben nimmt zu. Materielle Verarmung, Vereinzelung und Spaltung der Gesellschaft sind (absehbare) Folgen dieser Entwicklung und machen eine Vernetzung von Initiativen und Handlungsansätzen notwendig. Mit dem Vorhaben in einen multidisziplinären, aber fokussierten Austausch rund um Prekarisierungsprozesse zu treten, haben FIFTITU%, IG Bildende Kunst, IG Kultur Österreich und der Verband feministischer Wissenschafterinnen zur Auseinandersetzung mit Freiheit und Prekarität Ende November 2008 nach Linz eingeladen.

Mit einem Vernetzungstag und Symposium stand die zweitägige Veranstaltung einerseits in der Kontinuität der seit 2004 stattfindenden Vernetzungstreffen kunst- und kulturschaffender Frauen, andererseits in der Kontinuität der Symposienreihe des Verbandes feministischer Wissenschafterinnen. Als ein Forum für Reflexionen und die Entwicklung von Strategien konzipiert, sollte ein wissenschaftlicher, künstlerischer, kultureller, zivilgesellschaftlicher, politischer und in jedem Fall feministischer Austausch ermöglicht werden.

Der nun vorliegende Reader versammelt Texte, die auf den Inhalten der Präsentationen, Vorträge und Workshops aufbauen. Juliane Alton, Petja Dimitrova und Roswitha Kröll haben ihre Vorträge bzw. Präsentationen zu Papier gebracht und manche Aspekte noch erweitert und vertieft. Die Texte von Marty Huber und Jo Schmeiser greifen die in ihren Workshops ausgelösten Debatten auf und halten (erste) Diskussionsergebnisse fest. Darüber hinaus hat sich Sabine Prokop in einem einleitenden Beitrag mit dem Begriffsduo Freiheit und Prekarität im Kontext von Kunst, Kultur und Wissenschaft auseinandergesetzt. Ein Veranstaltungsbericht von Daniela Koweindl ergänzt die Textesammlung. Wenn auch – aufgrund verschiedener prekärer Situationen – leider nicht alle Referentinnen Schriftliches beisteuern konnten, möchten wir hiermit eine nachhaltige und breit gefächerte Basis zur Weiterarbeit am Thema liefern.

Wir bedanken uns bei allen Frauen, die zur inhaltlichen Bereicherung und (somit) zum Gelingen dieser intensiven Veranstaltung beigetragen haben und laden zu einer anregenden Lektüre ein!

Arbeitsgemeinschaft Freiheit und Prekarität

(Iris Aue, Gabi Gerbasits, Marty Huber, Ursula Kolar, Patricia Köstring, Daniela Koweindl, Roswitha Kröll, Sabine Prokop, Gerlinde Schmierer)